"März 2019: DGKK-Nachwuchspreis 2019 an Dr. Dirk Johannes Kok vergeben"

 

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Für seine Forschungen, im Rahmen seiner Dissertation am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, über den Einfluss der Wachstumsbedingungen auf die optischen Eigenschaften von Strontiumtitanat (SrTiO3) wird Herr Dr. Dirk Johannes Kok mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Kristallzüchtung und Kristallwachstum (DGKK) ausgezeichnet.

Strontiumtitanat-Kristalle sind unter anderem ein wichtiges Basismaterial für supraleitende Schichten (z.B. extrem sensitive Magnetfeldsensoren) sowie für neuartige elektronische Anwendungen, die die interessanten Eigenschaften oxidischer Schichtstrukturen ausnutzen, z.B. schaltbare Widerstände (Memristoren), Grenzflächenleitung und nichtflüchtige Speicher durch kontrollierte Bildung ferroelektrischer Domänen. Am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) wurde eine Züchtungsmethode entwickelt, um Strontiumtitanat-Einkristalle aus der Schmelze mit sehr hoher struktureller Qualität herzustellen. Dirk Kok hat dieses Vorhaben mit seiner Promotionsarbeit, in der er den Einfluss der Wachstumsbedingungen auf die optischen Eigenschaften untersucht hat, wesentlich unterstützt. Die von ihm gefundenen und publizierten Ergebnisse und Modelle zeigen anwendungsrelevante Zusammenhänge zwischen der Wachstumsatmosphäre, der Stöchiometrieabweichung im Kristall und der damit verbundenen Änderung des Gitterparameters. Seine Beobachtungen zum Verlauf der temperaturabhängigen Wärmeleitfähigkeit und Bandlücke sind auf viele andere komplexe Oxidmaterialien anwendbar.


Bereits während seines Chemie-Studiums an der Radboud Universität in Nijmegen, Niederlande kam Herr Kok mit Kristallisationsthemen in Berührung. Die Dissertation wurde von 2013 bis 2017 am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) in der Gruppe Oxide und Fluoride unter direkter Betreuung durch Dr. Christo Guguschev sowie PD Dr. Detlef Klimm, Dr. Klaus Irmscher und Prof. Dr. Matthias Bickermann angefertigt. Nach erfolgreicher Verteidigung an der Humboldt-Universität zu Berlin hat Herr Kok am Helmholtz-Zentrum Berlin zur Synthese von Wolframbronzen, in der Abteilung von Priv.-Doz. Dr. Klaus Habicht, geforscht. Ab Mai 2019 wird er für eine PostDoc-Stelle an die Radboud Universität Nijmegen zurückkehren (Gruppe von Prof. Elias Vlieg).


Mit dem DGKK-Nachwuchspreis würdigt die Gesellschaft herausragende wissenschaftliche Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern auf dem Gebiet der Kristallzüchtung und des Kristallwachstums. Der Preis ist mit 2.500 € dotiert, die feierliche Übergabe findet am 20. März 2019 auf der DGKK-Kristallzüchtertagung in Posen (Polen) statt. Dirk Kok teilt sich den Preis für 2019 mit Dr. Pascal Puphal vom PSI Villingen (Schweiz).

 

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