Das IKZ in den Medien

Faraday-Isolatoren mit stark verbesserten Eigenschaften

BMBF-Projekt IsoNova gestartet: Neue Materialien für Faraday-Isolatoren als Schlüsselkomponenten für neue Hochleistungslaser und kompakte Diodenlasersysteme

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von Faraday-Rotatoren und -Isolatoren auf Basis neuer, innovativer Materialien.

Faraday-Isolatoren gehören zu den Schlüsselbausteinen auf dem Weg von den einzelnen Laserkomponenten zum Gesamt-Lasersystem. Das gilt vor allem in den aktuell schnell wachsenden Bereichen der leistungsstarken Ultrakurzpuls-Scheibenlaser, der Faserlaser und der zu miniaturisierenden Diodenlaser-Oszillator-Verstärker-Systeme für quantensensorische Anwendungen. Insbesondere im Bereich der 1-µm-Hochleistungslaser ist Terbium-Gallium-Granat (Tb3Ga5O12, TGG) aktuell das dominierende Material. Bereits mit den Leistungsparametern der aktuellen Laser werden jedoch die Einsatzgrenzen für TGG erreicht.

 

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Erstellt von: Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe, Edelsteine/Edelmetalle GmbH

Erschienen: 31.01.2018 - VDI Technologiezentrum GmbH, Photonik Forschung Deutschland

Forschungsinstitut braucht mehr Geld

Engpässe Das in Fachkreisen weltweit bekannte FEE hat einen starken Partner in Berlin gefunden.

Das in Idar-Oberstein ansässige Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe, Edelsteine und Edelmetalle (FEE) bleibt trotz starker Konkurrenz besonders aus Übersee oder Fernost und dem seit etwa acht Jahren verstärkten finanziellen Druck im Bereich Forschung und Entwicklung dynamisch und innovativ. So gelang es jetzt, mit dem Leibniz-Institut für Kristallzüchtung in Berlin (IKZ) einen mehrjährigen Kooperationsvertrag zu vereinbaren, mit dem Ziel, die Kristallzüchtung in Deutschland in eine stärkere Position zu bringen und neue Entwicklungsprojekte zusammen mit dem IKZ umzusetzen.

Das IKZ ist ein 120 Mitarbeiter starkes Institut mit einer mehrheitlich durch den Forschungsverbund Berlin getragenen Grundfinanzierung von mehr als 9 Millionen Euro. Das Gebiet, auf dem beide Institute aktiv forschen, ist laut Fee „von erheblicher strategischer Wichtigkeit für die deutsche und europäische Industrie, da weltweit immer mehr Laser in Geräten oder automatisierten Maschinen eingesetzt werden“.

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Erschienen: 23.06.2017 - Nahe-Zeitung

25 Jahre Forschungsverbund Berlin - Schwieriger Neuanfang nach der Wende

Der Forschungsverbund Berlin ist ein sonderbares Konstrukt: Unter seinem Dach vereint er acht Wissenschaftsinstitute, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und kümmert sich um deren Verwaltung. Die einzelnen Institute arbeiten aber jeweils unabhängig und gehören zur Leibniz-Gemeinschaft.

Damit ist der Verbund ziemlich erfolgreich, eigentlich sollte es ihn ursprünglich nur zwei Jahre geben, daraus sind nun 25 geworden. Zu ihrem Jubiläum gibt es am heutigen Donnerstag einen Festakt und natürlich ein wissenschaftliches Symposium.

Die Entstehung des Forschungsverbundes ist gleichzeitig Sinnbild für die Umstrukturierungen, Veränderungen und auch massenhaften Entlassungen nach dem politischen Umbruch in der DDR, in dessen Folge auch die Wissenschaftslandschaft des Landes komplett umgekrempelt wurde.

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Erschienen: 17.05.2017 - Berliner Zeitung

Der Kristallzüchter - Mario Brützam lässt am IKZ Kristalle heranreifen

Die exakte Temperatur, nicht zuletzt darauf kommt es an. Ist die Schmelze zu heiß, löst sich der Keim auf wie Würfelzucker im Kaffee. Ist sie zu kühl, bilden sich „spontan“ Kristalle, mit denen der Züchter nichts anfangen kann. Was ist ihm lieber? „Ein bisschen zu kalt“ – dabei geht wenigstens der Keim nicht verloren.

Mario Brützam empfängt zum Gespräch an seiner Wirkungsstätte in der Max-Born-Straße. Ein stetes Rauschen umgibt den Besucher, der die Züchtungshalle betritt. Kühlwasser, erklärt Brützam. Unentbehrlich an diesem Ort, denn im Inneren der sechs wuchtigen Apparate, die zu beiden Seiten aufgereiht stehen, entwickeln sich enorme Hitzegrade. Verchromte Kessel, so meint man auf den ersten Blick. „Züchtungsanlagen“, sagt Brützam. Brutkästen wäre vielleicht auch ein passender Begriff, denn was im Inneren stattfindet, ist einem Brutvorgang immerhin ähnlich: „Man braucht schon eine gewisse Geduld.“

 

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Erschienen: 03.01.2017 - Adlershof Journal Januar/Februar 2017

Zuwachs für Wissenschaft in Berlin

Bundesweit richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft 17 neue Schwerpunktprogramme ein – zwei davon in Berlin und beide an der Technischen Universität. Gefördert wird ein von Heike Rauer koordiniertes Projekt zur „Exploration der Diversität extrasolarer Planeten“ und ein Vorhaben von Mark R. Handy zu „Gebirgsbildungsprozessen in 4-Dimensionen (4-D-MB)“. Das Spektrum der weiteren Themen reicht von der Synthese von Nanopartikeln in Sprayflammen bis zu neuen Herangehensweisen in der Artenbenennung. Das einzige Projekt aus den Geistes- und Sozialwissenschaften wird an der Uni Gießen gefördert: „Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken“. Für die ersten drei Jahre erhalten die Programme insgesamt 108 Millionen Euro von der DFG, die übliche Laufzeit beträgt sechs Jahre.

Auch die Leibniz-Gemeinschaft fördert neue Vorhaben in Berlin – zwei von sieben zusätzlichen Leibniz-WissenschaftsCampi. Unter der Federführung des Paul-Drude-Instituts für Festkörperelektronik können die Humboldt- und die Technische Universität, das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung und das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft zu Oxiden für die elektronische Anwendungen forschen. Gemeinsam mit dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum bauen die Charité und das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie ein Zentrum für chronische Entzündungskrankheiten auf. Die Leibniz-Gemeinschaft fördert die sieben neuen Kooperationen für die Dauer von vier Jahren mit 7,5 Millionen Euro. -ry

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Erschienen: 22.03.2016 - Der Tagesspiegel

Traumjob: Atombändiger

Sie sind überall und aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Siliziumkristalle, ohne die kein Handy, kein Flachbildschirm, kein Ultraschallgerät laufen würde. Doch echte Kristalle sind höchst selten, in Adlershof werden sie künstlich hergestellt.

Sie stecken in Handys, Computern und Fotoapparaten. Kein Auto startet ohne sie, selbst ICEs könnten ohne sie nicht fahren. Siliziumkristalle – aus ihnen bestehen die unverzichtbaren Mikro-Chips, in denen Millionen winziger Transistoren eingebaut sind, die auf „Strom an/Strom aus“ reagieren. Aus Siliziumkristallen sind auch die robusten Bauelemente, die elektrische Energie so richten, dass der Strom für den Elektroantrieb nutzbar wird.

Sand fällt den meisten Menschen ein, wenn von Silizium die Rede ist. Ein Viertel der Erdkruste besteht daraus – es ist das zweithäufigste chemische Element nach Sauerstoff. Allerdings ist Silizium in Sand nur gebunden. In reiner Form kommt es kaum vor. Das macht es so kostbar, dass sich sogar eine eigene Zucht lohnt. Die findet sich im Leibniz-Institut für Kristallzüchtung beim Wissenschafts- und Technologiezentrum Berlin-Adlershof. Birgit Hallmann-Seiffert, Sintja Weiß, Günter Wagner – sie alle sind Ingenieure. Und schauen abwechselnd durch zwei kleine Fenster, hinter denen es gelb-rötlich glüht, in eine Art Ofen. „Die Züchtungsanlage“, korrigiert Günter Wagner. Er ist für Öffentlichkeitsarbeit am Institut zuständig und selbst promovierter Kristallograph, eine Fachrichtung der Mineralogie. Birgit Hallmann-Seiffert sitzt hinter einem Plexiglasvorhang auf einem erhöhten Steuerungspult, vor sich eine Computertastatur, an der Seite ein Bildschirm. Frau Hallmann züchtet seit 30 Jahren Kristalle, jetzt gibt sie ihr Know-how an die junge Sintja Weiß weiter. Doch was da bei über 1.400 Grad Hitze in der Züchtungsanlage passiert, ist nicht auf Anhieb zu verstehen.

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Erschienen: 15.01.2016 - Forum, Das Wochenmagazin

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