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News | 29-10-2018

Raus aus der Komportzone

Vom Wissenschaftler zum Unternehmer und umgekehrt – Zwei Beispiele aus Adlershof

Thomas Straubinger fühlt sich wohl in seiner neuen Wirkungsstätte, dem IKZ. Foto: WISTA-MANAGEMENT GMBH, IKZ

Nur wenige wagen ihn: den Neuanfang. Doch wer sich für einen Perspektivwechsel entscheidet, wird dafür belohnt werden, wie zwei Wagemutige zeigen, die am Campus Adlershof den Weg vom Wissenschaftler zum Unternehmer und vom Unternehmer zum Wissenschaftler gewählt haben.

Promotion, der erste Job nach dem Studium, dann Team-, Abteilungs-, Produktions- und schließlich Entwicklungsleiter: alles bei einer Firma. Die Karriere bei der auf Siliziumkarbid-Substrate spezialisierten Firma SiCrystal lief für Thomas Straubinger schnurstracks. Fast 20 Jahre blieb er bei dem Nürnberger Unternehmen. Hätte so weitergehen können.

Oder auch nicht. Straubinger entschloss sich für einen Neuanfang und wechselte im Sommer an das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) in Adlershof. Als Wissenschaftler. Dort agiert er aktuell als Themenleiter für die Entwicklung von Züchtungs- und Bearbeitungsprozessen zur Herstellung von Aluminiumnitrid-Halbleitersubstraten, die man unter anderem für UV-Leuchtdioden zur Wasserdesinfektion benötigt. „Zukünftig werde ich auch für die Identifizierung neuer kristalliner Halbleitermaterialien und deren mögliche Anwendungen verantwortlich sein“, berichtet er. Aber warum der Wechsel?  Warum tauscht man einen gut bezahlten festen Job gegen einen Zweijahresvertrag mit weniger Einkommen? Warum zieht man mit der Familie von Bayern nach Berlin, wo man sogleich einschlägige Erfahrungen mit der berüchtigten Bürokratie sammelt? Ganz einfach: Weil eine Luftveränderung manchmal sein muss – und man dann noch wie Straubinger den Mut dafür aufbringt.

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Von Chris Löwer für Adlershof Journal

Erschienen: 29.10.2018 - Adlershof.de, Meldungen - Aktuelles - News